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Nervenkitzel pur im tiefen Schnee

Drei Wochen waren wir bei Tanner und seiner Familie. Solange hat es gedauert, bis wir unsere Kupplung wieder repariert hatten. Unser erstes Ziel sollte der Teton Nationalpark sein. Der Nationalpark liegt unter dem Yellowstone Nationalpark und soll ebenfalls wunderschön sein. Auf Google Maps suchten wir uns eine Pass-Straße, eine Abkürzung in den Nationalpark. Wir wussten, dass dort Schnee liegt, wollten es aber trotzdem versuchen. Wir hatten nämlich richtig Bock auf Schnee. Als wir los fuhren sind wir erst einmal an einer Sandwüste vorbeigefahren. Da mussten wir natürlich halt machen und ein bisschen rum düsen mit unserem Dino. Nach dem wir einen kleinen Hügel nicht hoch kamen und keine Lust hatten, Luft aus den Reifen zulassen, sind wir nach einer kleinen Runde im Sand, weitergefahren. Unser Ziel war ja der Schnee.

Angekommen an der Pass-Straße lag tatsächlich Schnee, aber nicht allzu viel. Also machbar für uns. Wir fuhren rein. Reifenspuren waren auch erkennbar. Wir waren also nicht die einzigen, die diese Straße benutzten. Beruhigend fürs erste. Die ersten Kilometer machten wirklich Spaß, sogar mir (Steffi). Wir waren so glücklich, wieder am fahren zu sein und fuhren gemütlich weiter. Wir fuhren immer höher und der Schnee wurde mehr. Teilweise rutschten wir ein wenig zur Seite, aber das war nicht so dramatisch. Zum Glück waren wir im Wald und nicht an irgendwelchen Klippen, wo man hätte abstürzen können. Das beruhigte mich wenigstens ein bisschen. Aber leider endeten die Autoreifenspuren auf einmal. Das beunruhigte mich dann doch. Können wir überhaupt weiterfahren? Würde der Dino das schaffen? Kommen wir noch vor Sonnenuntergang im Teton Nationalpark an? Viele Fragen gingen uns durch den Kopf.

Karsten stieg aus und schaute sich die Strecke an. Es sah jetzt nicht so krass aus. Wir entschieden uns, es zu versuchen. Und siehe da, dank Differentialsperren, es hatte geklappt. Wir konnten weiterfahren. Die Zeit saß uns im Nacken. Es wurde immer später am Tag und uns wurde klar, dass wir nicht mehr im hellen ankommen würden. Also entschieden wir uns, einfach auf einer geraden Ebene stehen zu bleiben und dort zu übernachten. Hier würde eh keiner mehr lang fahren. Wir machten es uns gemütlich im Dino. Es gab leckere Elk-Tacos.

Die Schneeketten kommen zum Einsatz

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden. Karsten wollte die Schneeketten ausprobieren. Dafür hatten wir sie ja auch dabei. Wir hätten es bestimmt auch ohne weiter geschafft, aber da wir Zeit und Lust hatten, probierten wir die Schneeketten das erste Mal aus. Wir hatten übrigens -13° und waren auf 2.700 m. Einen kurzen Schock hatten wir aber noch am frühen Morgen. Der Motor sprang nicht an. Wir versuchten ca. 15 Minuten den Motor ans laufen zu kriegen. Zum Glück waren unsere Batterien neu und haben das mit gemacht. Karsten glühte den Motor immer wieder vor und dann endlich klappte es. Er sprang an. Aus dem Auspuff kam eine riesige schwarze Feinstaub-Wolke. Ich musste echt ein paar Meter weg gehen, um den Gestank halbwegs auszuhalten. Aber wir freuten uns trotzdem mega, dass der Motor ansprang und wir nicht dort erfroren sind.

Karsten packte die Schneeketten aus und fing an sie um den Reifen zu wickeln. Man kann die Ketten entweder beide hinten um die Reifen oder beide vorne um die Reifen legen. Wir haben uns für hinten entschieden. Es klappte überraschend gut, fürs erste Mal. Also fuhren wir weiter mit den Schneeketten. Wir kamen richtig gut voran und hatten es auch nicht mehr weit zum Teton Nationalpark. Der Schnee wurde immer weniger am Ende und wir machten die Ketten wieder ab. Denn auf Asphalt sollte man mit den Ketten nicht fahren.

Leider war viel geschlossen im Nationalpark. Wir fuhren also mehr oder weniger nur durch. Beeindruckend war der Park trotzdem. Der Park liegt im Westen von Wyoming und südlich vom Yellowstone Nationalpark. Die Berg-Kette, die man dort sehen kann heißt Teton und ist einmalig. Auf jeden Fall sehenswert.

Im Winter sind übrigens viele Nationalparks umsonst. Ansonsten lohnt sich für die USA der Jahres-Pass “Americathebeautiful”. Gilt für zwei Personen oder pro Auto und kostet für ein Jahr 80 $. Kinder unter 16 Jahren haben freien Eintritt. Wenn ihr also vorhabt länger durch die USA zu reisen und mehrere Nationalparks besuchen möchtet, holt euch den Jahres-Pass. Denn der Eintrittspreis der Parks liegt oft bei ca. 30 $ pro Fahrzeug. Den Pass kann man online bestellen oder einfach vor Ort im Nationalpark kaufen.

Hier findet ihr noch einmal alle wichtigen Infos zum Jahres-Pass “Americathebeautiful”.

Nervenkitzel pur

2700 m Höhe und -13 °

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